Diplomarbeit Studium Pflege HF
- Bereich Somatic Care
- Ausbildung zur FaGe EFZ
- Studium Pflege HF
- Bei Spitex Zürich seit 2020
Ich habe mein Studium Pflege HF am Careum Bildungszentrum absolviert und damit auch das Qualifikationsverfahren mit Diplomarbeit, Fachgespräch und Praktikumsqualifikation gemeistert.
Wie war es für mich, die Diplomarbeit für den Abschluss der HF-Pflege zu schreiben? Was braucht es dafür und wie kann man sich darauf vorbereiten?
Die Diplomarbeit zu schreiben, ist eine Fleissarbeit. Man muss sich mit voller Konzentration hinsetzen und schreiben, was nicht immer auf Knopfdruck funktioniert.
Informationen zur Diplomarbeit
Zum Ende des letzten Schulblocks besucht man eine Vorlesung mit allen wichtigen Informationen zur Diplomarbeit. Dabei wird auch das Abschlussverfahren, also Diplomarbeit und Fachgespräch, besprochen. Man erfährt, wie lang die Diplomarbeit sein soll, welche Inhalte vorkommen müssen und wann sie abzugeben ist. Zusätzlich werden die Rahmenbedingungen erläutert, zum Beispiel die maximale Zeichenzahl, Abgabeform, die Definition von Plagiaten und der Umgang mit ihnen sowie der Einsatz von KI. Konkrete Informationen lassen sich anschliessend beschaffen, indem man den Leitfaden für Zitierrichtlinien und das Kompetenzraster herunterlädt.
Wenn man all diese Informationen erhält, sieht man zunächst einen riesigen Berg Dokumente vor sich. Dieser Berg schrumpft jedoch, je mehr man versteht und sich in die Vorgaben eingelesen hat. Zu Beginn kann dies dennoch überwältigend wirken.
Man muss sich Zeit nehmen und alles in Ruhe durchlesen, um einen Überblick zu bekommen. Eine grosse Hilfe ist es, wenn man jemanden kennt, der die Arbeit bereits hinter sich hat und seine Erfahrungen teilt.
Für mich war die grösste Herausforderung, dass ich keine Vorlage hatte. Abgesehen von den Zitierrichtlinien war das Layout frei wählbar. Deshalb habe ich lange gebraucht, bis ich mit dem Gestalten beginnen konnte.
Übrigens: Während des letzten Schulsemesters schreibt man eine Prüfung im Rahmen einer Probediplomarbeit. Diese ist eine sehr gute Vorbereitung auf die eigentliche Diplomarbeit.
Erste Schritte
Bevor man mit dem Schreiben beginnt, ist es wichtig, einen Plan zu erstellen. Dieser muss nicht endgültig sein und darf sich im Laufe der Zeit verändern, wenn man merkt, dass man in eine andere Richtung gehen möchte. Es ist jedoch hilfreich, an bestimmten Punkten festzuhalten, wenn man eine umfangreiche Arbeit schreibt.
Auch sinnvoll ist ein Zeitplan, in dem man etappenweise festlegt, wann man mit welchem Schritt fertig sein möchte. Das Wichtigste hierbei sind Pufferzeiten, denn es wird sehr wahrscheinlich nicht genau so aufgehen, wie man es geplant oder sich gewünscht hat. Dann ist es gut, wenn noch etwas zusätzliche Zeit vorhanden ist.
Es ist zudem sehr hilfreich, die Bearbeitung so zu planen, dass man ein bis zwei Wochen vor der Abgabefrist fertig ist. Dies lässt Raum, falls etwas überarbeitet werden muss, und verhindert Stress.
Ein wertvoller Tipp: Ganz zu Beginn habe ich mein Dokument formatiert, da es nachträglich unglaublich mühsam ist, dies zu erledigen.
Ich habe ohne fertiges Layout mit dem Schreiben begonnen und einfach drauflos geschrieben – natürlich unter Einbezug des Kompetenzrasters. Dieses sollte man immer griffbereit haben und jeden Punkt damit abgleichen, sonst verschenkt man sehr viele Punkte.
Checkliste für die Bearbeitung
- Stundenweise Zeit einplanen: Das Bearbeiten fällt leichter, wenn man sich voll darauf konzentrieren kann. Deshalb ist es gut, gleich einige Stunden dafür zu reservieren.
- Diszipliniert und regelmässig daran arbeiten, aber keinen Druck auf sich selbst ausüben, da dies zu einer Blockade führen kann.
- Es ist wichtig, dass man bereits frühzeitig nach einem Patientenfall Ausschau hält. Wenn man ihn am dringendsten braucht, ist oft kein geeigneter verfügbar.
- Immer wieder mit dem Kompetenzraster abgleichen, das vereinfacht vieles.
- Von Anfang an das Literaturverzeichnis korrekt führen, es erleichtert die Arbeit erheblich.
Abschliessen der Diplomarbeit
Wenn man zum Ende der Diplomarbeit kommt, ist es wichtig, diese von qualifizierten Personen gegenlesen zu lassen. Dies muss man in der Arbeit angeben. Am besten überlegt man frühzeitig, wer diese Personen sein sollen, und informiert oder fragt sie rechtzeitig an. Denjenigen, die die Arbeit gegenlesen, sollte man eine angemessene Deadline setzen, damit sie die Arbeit ohne Zeitdruck sorgfältig lesen können.
Das Gegenlesen lohnt sich. Wenn man über Wochen an einer Arbeit gesessen und sie mehrere Male durchgelesen hat, sieht man irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Das birgt grosses Potenzial für Fehler. Nach dem Gegenlesen muss man die Arbeit meistens nochmals überarbeiten. Dabei ist es wichtig, genügend Zeit dafür einzuplanen.
Es reduziert den Stress erheblich, wenn man bereits einige Tage vor Abgabefrist mit allem fertig ist. So hat man Zeit, sich alles nochmals in Ruhe durchzusehen, abzugleichen und entspannt abzugeben.